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Gesunder Wettstreit

Von Manfred Pantförder | 01. Apr 2009 | Medizin

Kommentar

Wenn der Mensch allergisch auf seine Umwelt reagiert, stimmt die Balance nicht mehr. Schon rund ein Drittel der Deutschen leidet unter Allergien. Trotz des medizinischen Fortschritts und der allgemein verbesserten Lebensumstände breiten sich die sogenannten Zivilisationskrankheiten aus.

Wenn die Schulmedizin nur bedingt ausreichende Antworten bereit hat wie im Fall von Allergien und deren Behandlung, ist es verständlich, dass auch Therapieverfahren wie Akupunktur zum Zug kommen. Hohe Nutzerzahlen belegen, dass der Bedarf nach ergänzender Medizin bereits besteht. Auch viele Ärzte haben aus gutem Grund eine entsprechende Zusatzausbildung absolviert.

Daher bietet sich Schul- und Komplementärmedizin im Kampf gegen Heuschnupfen die Möglichkeit, vorbildlich zusammenzuarbeiten. Denn geeignete Therapien gegen die allergische Rhinitis müssen weiter erprobt werden. Im Sinne des Patienten ist es, wenn die unterschiedlichen Behandlungsansätze nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Hinter dem Wettstreit der Methoden steht allerdings die Frage, die Zündstoff birgt: Kann die gesetzliche Krankenversicherung in großem Umfang ergänzende Heilverfahren bezahlen, wenn die Wirksamkeit einer Methode wissenschaftlich nachgewiesen wird? Wer die sich bietenden Chancen neben der Standardbehandlung wahrnehmen will, muss eigenverantwortlich handeln und sollte besser nicht erst auf eine Kostenübernahme der Kassen warten.

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