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Joghurt trinken

Joghurt trinken

Von Angela Dillmann| 01. Sep 2010 | Ernährung

Kolumne Mahlzeit

In bunten Bechern oder Plastikflaschen leuchten sie aus der Kühltheke. Die Rede ist vom Trinkjoghurt. Die Hersteller werben mit der Aussage, er stärke das Immunsystem, und immer mehr Verbraucher glauben, sich ohne dieses Getränk nicht mehr gesund ernähren zu können. Als wollten sie damit einen scheinbaren Mangel vorbeugen. Abgesehen davon tut’s ein herkömmlicher Naturjoghurt auch, denn auch er hilft auf jedem Fall, die Verdauung auf Trab zu halten.

Schaut man sich die Zutatenliste eines Trinkjoghurts an, stellt sich schnell heraus, dass diese Produkte zwar kaum Fett, aber umso mehr Zucker enthalten können, wobei der Gesundheitsaspekt dann ins Wanken gerät. Da kann solch ein Getränk schon mal bis zu 90 Kilokalorien pro 100 Gramm haben.

Üblicherweise werden Trinkjoghurts in 500g-Bechern angeboten, das ist für eine Zwischenmahlzeit am Schreibtisch sehr üppig und nicht unbedingt figurfreundlich. Bei Sport ist er eher geeignet, weil er ja zu den schnellen Energiespendern zählt. Das Milcheiweiß ist für den menschlichen Organismus gut verwertbar. Besondere Bedeutung haben die Mineralstoffe und die fettlöslichen Vitamine. Mit bereits einem 500g-Becher deckt man zwei Drittel des Tagesbedarfes an Calcium.

Im Orient wird das traditionelle Getränk mit Salz vermischt. Hierzulande dominiert eher die Geschmacksrichtung fruchtig. Leider liegt der tatsächliche Fruchtgehalt bei etwa einem Prozent. Das bedeutet, dass für den Geschmack Aromen und Zucker sorgen. Einige Sorten schmecken sogar überaromatisiert. Damit man die Vorteile eines Drinkjoghurts nutzen und trotzdem Kalorien sparen kann, sollte man ihn besser selber aus Naturjoghurt, frischen Früchten und etwas Mineralwasser mixen. 

Kolumnistin Angela Dillmann ist Ernährungsberaterin in Berlin

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