Fast jeder fünfte Erstklässler bekommt hierzulande eine Sprachtherapie. Häufig beginnt die Behandlung allerdings nach den ersten drei Lebensjahren, wenn die sensible Phase der Sprachentwicklung schon fast verstrichen ist. Dabei könnten vor allem die Eltern erheblich dazu beitragen, Sprachprobleme ihrer Kinder zu vermeiden. Studien wie das „Heidelberger Elterntraining“ zeigen, dass sich beispielsweise bei „Spätsprechern“, die mit zwei Jahren noch nicht sprechen, deutlich weniger Störungen entwickeln, wenn Mutter und Vater in sprachförderndem Verhalten geschult werden.